Zahntechniker/in

Was macht ein/e Zahntechniker/in?

Zahntechniker/innen stellen festsitzenden Zahnersatz wie Zahnkronen, Brücken, Inlays oder auch herausnehmbare Teil- und Vollprothesen als Zahnersatz her. Dafür benutzen sie verschiedene Materialien wie Prothesen- und andere Kunststoffe, Keramik oder Metalle wie Feingold und Titan. Als Vorlage dienen ihnen Schablonen und Gebissabdrücke, die zuvor in der Zahnarztpraxis durch Zahnarzt oder Zahnärztin von den Patienten genommen wurden. Sie fertigen ein Patientengebiss aus Hartgips an, von dem sie dann das Wachsmodell für den Zahnersatz gewinnen.

Zahntechniker/innen haben ein ausgeprägtes Farbverständnis, Sinn für das Modellieren und schätzen präzises und exaktes Arbeiten.

Zu den Hauptaufgaben des/r Zahntechnikers/in gehören:

  • Anfertigen von Zahnkronen und Zahnersatz
  • Anfertigen von Inlays aus Kunststoffen, Edelmetallen, Zahnkeramik
  • Erstellen von kieferorthopädischen Geräten zur Zahnregulierung wie zum Beispiel Zahnspangen
  • Anfertigen von Parodontoseschienen und therapeutischen Geräten
  • Ändern, Ergänzen und Instandsetzung von Zahnersatz
  • Reinigen und Reparieren von Zahnersatz

Wo arbeitet ein/e Zahntechniker/in?

  • Dentallabor
  • Zahnarztpraxen
  • Zahnkliniken
  • Betriebe der zahntechnischen Industrie

Wie werde ich Zahntechniker/in?

Der Beruf des/r Zahntechnikers/in gehört zur Gruppe der medizinischen Berufe. Zahntechniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung, er wird ohne Spezialisierung in Meisterbetrieben des Zahntechnikerhandwerks ausgebildet. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und wird mit dem Gesellenbrief abgeschlossen. Sie erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Voraussetzung ist mindestens der Hauptschulabschluss. Im Jahr 2006 hatten 50 Prozent der Ausbildungsanfänger/innen einen mittleren Abschluss und 30 Prozent die Hochschulreife, 14 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss.

Wichtig sind gute Noten in den Schulfächern Physik und Mathematik sowie Werken/Technik.

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum/r Meister/in und Technischen Fachwirt/in.

Was verdient ein/e Zahntechniker/in?

  • Das Einkommen schwankt nach Erfahrung, Alter, Kompetenz und Betriebszugehörigkeit sowie Region. Es gibt keine tariflichen Vereinbarungen, die Verdienste sind aus diesem Grund sehr unterschiedlich
  • Angestellt: monatliche Bruttogrundvergütung von 1.200 - 2.400 €
  • Zahntechnikermeister/in, Tarifbereich öffentlicher Dienst West, monatliche Bruttogrundvergütung 2.536 - 3.123 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Durch den Einsatz verschiedener Digitalverfahren erfährt das berufliche Umfeld der Zahntechniker/innen derzeit einen Wandel. Neueste Technik benutzt Computer Aided Design (CAD) und Computer Aided Manufacturing (CAM), das heißt dreidimensionale Planung von Kronen und Brücken am Computer
  • Implantate und Biologisierung (Verbindung mit dem Kiefer) sowie Zahnschönheit (Bleichen etc.) werden wichtige Rollen übernehmen
  • Durch die Internationalisierung des Marktes werden viele Aufträge ins Ausland vergeben, die hohen Zuzahlungen bei Zahnersatz haben einen starken Kostendruck aufgebaut
  • Die Zahl der Ausbildungsverträge nimmt sei 2000 jährlich ab, der Frauenanteil beträgt gleichbleibend 55 Prozent, nach einem Anstieg 2005 sind die Arbeitslosenzahlen wieder gesunken

Wie kann ich schon jetzt Einblick in den Beruf erhalten?

Ein Praktikum im Dentallabor, ein Tag der offenen Tür im Dentalzentrum kann Einblicke geben. Ein kompetenter Ansprechpartner ist sicherlich der eigene Zahnarzt bzw. die eigene Zahnärztin!

Die Gipsmodelle, die bei Zahnersatz im Labor angefertigt werden, werden den Patienten mitgegeben. Bis zu einem halben Jahr sollen sie aufbewahrt werden, falls etwas geändert werden muss. Fragen Sie im Freundeskreis nach alten Modellen im Schrank - diese dürfen Sie nach einem halben Jahr bestimmt gerne bearbeiten.

Stand: September 2008