Technische/r Assistent/in - Konstruktions- und Fertigungstechnik

Was macht ein/e Technische/r Assistent/in - Konstruktions- und Fertigungstechnik?

Technische Assistenten/innen für Konstruktions- und Fertigungstechnik unterstützen Technische Leiter/innen, Ingenieure/innen und andere Führungskräfte in Konstruktions-, Arbeitsvorbereitungs- und Fertigungsabteilungen. Sie sind zuständig für die Maschinenbelegung und die Planung der Arbeitseinteilung bei Fertigungsanalagen, sie richten die meist computergesteuerten NC-/CNC/DNC-Maschinen ein und analysieren und beseitigen Fehler bzw. sorgen dafür, dass ein/e Mechaniker/in sie behebt. In Entwicklungsabteilungen erarbeiten sie Detailkonstruktionen von Maschinensystemen.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Technischen Assistenten/in für Konstruktions- und Fertigungstechnik gehören:

  • Auswahl geeigneter Anlagen und Maschinen
  • Planung der Maschinenbelegung für Fertigungsanlagen
  • Berechnung der Bearbeitungszeiten
  • Vorbereitung von Fertigungsverfahren unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten
  • Einrichten der Maschinen
  • Erstellen von Arbeitsprogrammen für computergesteuerte Maschinen
  • Fehlerquellenanalyse
  • Qualitätssicherung durch Versuche, Messungen und Materialuntersuchung
  • Dokumentation und weiterbearbeiten bzw. auswerten der Ergebnisse
  • Bereitstellen von Daten zur Lösung von Konstruktionsproblemen
  • Produktion von Maschinen detailliert planen
  • Kundenberatung im Rahmen des Vertriebs neuer Anlagen
  • Erstellung von Marktanalysen
  • Bei Kostenüberwachung und Wirtschaftlichkeitsberechnungen mitwirken

Wo arbeitet ein/e Technische/r Assistent/in - Konstruktions- und Fertigungstechnik?

  • Produktionsbetriebe des Maschinen- und Anlagenbaus
  • Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Unternehmen und Instituten
  • Ingenieurbüros für technische Fachplanung
  • Kraftfahrzeug- und Schiffbau
  • Hersteller von Metallerzeugnissen

Wie werde ich Technische/r Assistent/in - Konstruktions- und Fertigungstechnik?

Technische/r Assistent/in für Konstruktions- und Fertigungstechnik ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufskollegs. Die Ausbildung dauert drei bis vier Jahre, je nachdem, ob die Zusatzqualifikationen Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife Bestandteil der Ausbildung sind.

Die Ausbildung am Berufskolleg umfasst theoretischen und praktischen Unterricht sowie fachpraktische Abschnitte. Meistens ist ein mindestens 8 bis12-wöchiges Praktikum integriert.

Ausbildungsgänge gibt es zur Zeit nur in Nordrhein-Westfalen.

Voraussetzung ist ein guter Realschulabschluss oder ein sehr guter qualifizierter Hauptschulabschluss, die Zugangsvoraussetzungen sind in jedem Bundesland anders geregelt. Wenn gleichzeitig die Fachhochschulreife Bestandteil des Bildungsganges ist, dauert die Ausbildung 3 Jahre, bzw. bis zu 4 Jahre, wenn die allgemeine Hochschulreife erworben wird. Meistens werden außerdem ein Auswahlverfahren und eine Eignungsprüfung durchgeführt.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen durch ein anschließendes Ingenieurstudium, aber auch durch die Weiterbildung zum/r Industrie-meister/in - Metall oder zum/r Techniker/in - Maschinentechnik.

Daneben gibt es noch eine Vielzahl an Qualifizierungslehrgängen, zum Beispiel NC-/CNC-/DNC-Technik, Computer Aided Design (CAD), Roboter- und Handhabungstechnik, Fertigungs- und Produktionstechnik etc.

Was verdient ein/e Technische/r Assistent/in für Konstruktions- und Fertigungstechnik?

  • Das Einkommen ist abhängig von Anforderungen, Berufserfahrung und Verantwortlichkeit sowie Branche und Region
  • Angestellt: tarifliche monatliche Bruttogrundvergütung (West) 2.699 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Gute Aussichten

  • Die Arbeitslosenzahlen für diese Berufsgruppe sind deutlich rückläufig und seit mehreren Jahren niedrig
  • Der Beruf des/r Technischen Assistenten/in für Konstruktions- und Fertigungstechnik profitiert vom Boom im Maschinenbau

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Forschungseinrichtungen und auch manche Industrieunternehmen öffnen in regelmäßigen Abständen ihre Tore für die Öffentlichkeit, zum Beispiel beim "Tag der offenen Tür" oder der "Langen Nacht des Wissens". Nutzen Sie die Gelegenheit und lernen Sie große Versuchsanlagen kennen. Die nächsten Termine erfahren Sie in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit. Dort gibt es auch Imagebroschüren und weitere Tipps, zum Beispiel zum nächsten "Girls Day", der Mädchen für technische Berufe begeistern soll.

Auch eine Fahrt durch die Waschstraße vermittelt einen ersten Eindruck von technischen Anlagen - die in der Industrie natürlich noch wesentlich größer ausfallen.

Stand: September 2008