Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Was macht ein/e Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

Sport- und Fitnesskaufleute sorgen durch betriebswirtschaftliche, organisatorische und kundenorientierte Tätigkeiten für einen reibungslosen Sportbetrieb.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Sport- und Fitnesskaufmanns/-frau gehören:

  • Planung und Koordinierung des täglichen Sportbetriebes
  • Kunden, Mitglieder und Interessenten informieren, beraten, betreuen
  • Organisationsabläufe und Verwaltungsprozesse gestalten
  • Konzepte für Dienstleistungsangebote und Sportveranstaltungen entwickeln
  • Aufgaben im Bereich Marketing, Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit
  • Nachwuchsförderung und Mitgliederwerbung
  • Verwaltung von Sportanlagen wie Hallen, Schwimmbäder, Sportplätze etc.
  • Verwaltung der Finanzen und Fördermittel
  • Rechnungs- und Personalwesen

Wo arbeitet ein/e Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

  • Sportverbände, Sportvereine sowie Fitness-Studios
  • Betreiber von Golfplätzen, Schwimmbädern, Spiel- und Kletterhallen etc.
  • Betreiber von Fußballstadien
  • Wellness-, Bäder- und Gesundheitszentren
  • Sportveranstalter
  • Sportschulen

Weitere Möglichkeiten:

  • Sport- und Bäderämter
  • Tourismuszentralen

Wie werde ich Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

Der Beruf des/r Sport- und Fitnesskaufmanns/-frau ist dem Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt Absatzwirtschaft und Kundenberatung, zugeordnet. Er ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung dauert drei Jahre, sie erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Eine schulische Ausbildung ist ebenfalls möglich.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Sport- und Fitnesskaufleute mit mindestens mittlerem Bildungsabschluss ein. Diesen hatten 2006 32 Prozent der Berufsanfänger/innen, 12 Prozent hatten einen Hauptschulabschluss, 16 Prozent die Berufsfachschule besucht. Von allen Bewerbern wird eine generelle Sportbegeisterung vorausgesetzt, zum Teil gibt es dazu einen Eignungstest.

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum/r Fachwirt/in - Sport, Fachwirt/in - Fitness oder zum/r Betriebswirt/in (Fachschule) - Sportmanagement. Auch ein Studium der Sportökonomie oder Sportpädagogik bzw. Sportwissenschaften ist später möglich. Bewerber/innen ohne Abitur müssen dieses dann meistens auf dem zweiten Bildungsweg nachholen.

Im Rahmen einer Teilnovellierung wurde der Ausbildungsberuf 2007 um die aus der Praxis geforderten sportfachlichen Inhalte ergänzt. Gleichzeitig blieb jedoch die kaufmännische Orientierung erhalten. Der Ausbildungsrahmenplan wurde um die Position "Sport und Bewegung" erweitert.

Was verdient ein/e Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

  • Das Einkommen bemisst sich nach dem Bundesangestelltentarifvertrag, unter anderem nach Alter, Familienstand, ununterbrochener Dienstzugehörigkeit
  • Angestellt: tarifliche Bruttomonatsgrundvergütung: 2.082 - 2.304 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Gute Aussichten

  • Die Fitness- und Wellness-Welle rollt nach wie vor
  • Neue Arbeitsfelder bieten unter anderem Hotels und Kreuzfahrtschiffe, die heute ohne professionell betriebene Fitness-Studios nicht mehr denkbar sind

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Sportvereine und Fitness-Studios bieten Schnupperkurse oder ein kostenloses Probetraining an, dem meistens neben einer Führung durch die Anlage eine Beratung folgt. Nehmen Sie an einer Probestunde teil, beobachten Sie die Betreuer, die Qualität von Trainer, Beratung, die technischen Anlagen und das komplette Programm. Nebenbei kann man gleich Freizeit und Berufsinformation verbinden. Fragen Sie den Berater nach seinem Ausbildungsweg.

Viele Sportverbände, Vereine und Fitness-Studios bieten eine Hospitanz (dabei sein und zuschauen) oder ein Praktikum an. Fragen Sie nach!

Gut geeignet, um sich einen Überblick zu verschaffen, sind auch Sportfeste und Sportveranstaltungen in Stadien oder bei touristischen Veranstaltungen wie Städte-Marathon, Radrennen etc.

Stand: September 2008