Parkettleger/in

Was macht ein/e Parkettleger/in?

Der Beruf des/r Parkettlegers/in gehört zur Gruppe der handwerklichen Berufe. Parkettleger/innen legen in Innenräumen Holzböden aus vorgefertigten Holzteilen in verschiedenen Mustern, wie Stab-, Mosaik-, Intarsien- oder Schiffsbodenparkett.

In einem selbständigen Handwerksbetrieb übernimmt ein/e Parkettleger/in meistens folgende Hauptaufgaben:

  • Prüfen des Untergrundes (Estrich), glätten und ausgleichen
  • Anfertigen von Unterbodenkonstruktionen
  • Zuschneiden, aufkleben bzw. befestigen der Parkettteile
  • Schleifen der Parkettoberfläche
  • Versiegeln der Oberfläche mit einem Kunststoffüberzug oder behandeln der Oberfläche mit speziellen Ölen oder mit Wachs
  • Pflege und Renovierung von Holzfußböden
  • Holzpflasterungen, auch im Außenbereich
  • Verlegen von Teppichböden sowie von anderen Bodenbelägen aus Laminat, Linoleum, Kork, Kunststoff oder Gummi

Wo arbeitet ein/e Parkettleger/in?

Handwerksbetriebe, die sich spezialisiert haben auf den Innenausbau z. B. für

  • Privathaushalte
  • Turn- und Mehrzweckhallen
  • Büroräume
  • Historische Gebäude

Weitere Arbeitsfelder:

  • Fachgeschäfte für Bodenbeläge
  • Fachbetriebe zur Herstellung von Parkettelementen und Holzpflasterklötzen

Wie werde ich Parkettleger/in?

Der Beruf des/r Parkettlegers/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung. Er wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten im Handwerk angeboten. Die Ausbildung erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, sie dauert 3 Jahre und wird mit einem Gesellenbrief abgeschlossen.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Parkettleger/innen mit Hauptschulabschluss ein. Im Jahr 2006 hatten diesen 64 Prozent, 19 Prozent hatten einen mittleren Abschluss und 5 Prozent waren ohne Abschluss. Wichtige Schulfächer sind Mathematik und Werken.

Als Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen für alle Parkettleger/innen zum einen die zum/r Parkettlegermeister/in bzw. zum/r staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Holztechnik oder Bautechnik oder die zum/r Fachkaufmann/frau in der Handwerkswirtschaft.

Zum anderen kann ein Studium angestrebt werden, z. B. mit dem Berufsziel Ingenieur/in für Holztechnik, Holzwirt/in oder Innenarchitekt/in. Ohne Abitur muss dieses dann meistens auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt werden.

Was verdient ein/e Parkettleger/in?

  • Das Einkommen ist wesentlich von den jeweils spezifischen Arbeits- und Qualifikationsanforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung, Lebensalter und Verantwortlichkeit berücksichtigt
  • Angestellt: tarifliche monatliche Grundvergütung (Brutto) 1.900 € bzw. 11,88 € tariflicher Stundenlohn

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Das steigende Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein der Menschen hat auch Auswirkungen auf die Arbeit der Parkettleger/innen. Holz und andere ökologische Materialien liegen im Trend. Fachkundig beraten Parkettleger/innen ihre Auftraggeber daher über möglichst schadstoffarme und umweltschonende Baumaterialien - im Bereich Ökologie liegen die Trends der Zukunft
  • Neu in der Branche ist ein vom Verband entwickelter Fußbodenpass als Qualitätssigel, er informiert genau über Materialien und Klebstoffe des Boden - ein wichtiges zukünftiges Marketinginstrument für Parkettleger/innen
  • Trotz des Trends zu Naturmaterialien spielen auch die Kosten eine Rolle: der Bestand an Arbeitsplätzen ist stark zurück gegangen, von 1999 bis 2007 um fast 30 Prozent - die Arbeitslosenquote sinkt zwar seit 2007, ist aber immer noch hoch (rund 15 Prozent)
  • Die Mitarbeiter sind noch relativ jung, 50 Jahre und älter waren im Jahr 2007 nur 16 Prozent der Angestellten

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Schauen Sie sich in Baumärkten oder Baustoffhandlungen die Abteilungen für Parkettfußböden mit all ihrem Zubehör an. Dies vermittelt einen ersten Eindruck.

Wird in Ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis renoviert oder ein Haus gebaut, fragen Sie nach, ob auch Parkett verlegt wird und ob sie dabei zuschauen und gleich mit anpacken dürfen. Läuft alles gut, fragen Sie den ausführenden Betrieb nach einem Praktikum.

Stand: Oktober 2008