Modellbauer/in

Was macht ein/e Modellbauer/in?

Modellbauer/innen stellen Produktions- und Anschauungsmodelle her.

Die Berufsausbildung erfolgt im dritten Ausbildungsjahr mit einer Spezialisierung in einer der folgenden beiden Fachrichtungen:

  • Anschauungsmodellbau
  • Produktionsmodellbau

Zu den Hauptaufgaben eines/r Modellbauers/in gehören:

  • Fertigung von Modellen auf der Grundlage von Zeichnungen oder Bildern aus Holz, Kunststoff, Metall, Gips oder Papier und Pappe
  • Anwendung aller gängigen Bearbeitungsverfahren wie Sägen, Feilen, Boh- ren, Schleifen, Fräsen, Kleben und Gießen
  • Einsatz von computergesteuerten Maschinen mit CNC-Technik
  • Reparatur von Modellen
  • Herstellung von einfachen Werkzeugen, Zubehörteilen und sonstigen Hilfsmitteln
  • Erstellung von Entwürfen am Computer

Wo arbeitet ein/e Modellbauer/in?

  • Modell- und Musterbau, z.B. in Modelltischlereien
  • Betriebe des Maschinen- und Werkzeugbaus
  • Kraftfahrzeug-, Luftfahrzeug- und Schiffbau
  • Betriebe, die Großmodelle betreiben, zum Beispiel Modelleisenbahnen etc.

Wie werde ich Modellbauer/in?

Modellbauer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung. Er ist dem Berufsfeld Holztechnik zugeordnet. Die bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung wird im Handwerk in den folgenden Fachrichtungen ausgebildet:

  • Anschauungsmodellbau
  • Produktionsmodellbau

Die Ausbildung erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, sie dauert 3,5 Jahre.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Modellbauer/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Diesen hatten im Jahr 2006 die Hälfte aller Berufseinsteiger/innen, 32 Prozent hatten einen Hauptschulabschluss, 3 Prozent waren ohne Abschluss. Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik und Mathematik

Nach der neuen Handwerksordnung ist Modellbau ein zulassungsfreies Handwerk, das heißt, Modellbauer/innen der Fachrichtung Anschauungsmodellbau können sich als Geselle/Gesellin auch ohne langjährige Berufserfahrung mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen.

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum/r Modellbaumeister/in oder zum/r staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Holztechnik oder Feinwerktechnik, auch Maschinentechnik.

Auch ein Hochschulstudium kann angestrebt werden, zum Beispiel als Ingenieur/in für Holztechnik oder Ingenieur/in für Kunststofftechnik. Bewerber/innen ohne Abitur müssen dieses dann meistens auf dem zweiten Bildungsweg nachholen.

Was verdient ein/e Modellbauer/in?

  • Angestellt: tarifliche monatliche Bruttogrundvergütung 2.057 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Der Einsatz von Computern und 3D-Software hat die Arbeit der/s Modellbauers/in in vielen Bereichen überflüssig gemacht
  • Die Zahl der Modellbauer/innen ist seit Jahren rückläufig

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Besuchen sie Modellbaufachgeschäfte und Messen für Modellbau. Die finden regelmäßig in größeren Städten statt, achten Sie auf Anzeigen in der Zeitung.

Auch die Kataloge der Anbieter von Modellbausätzen sind nicht nur umfangreich, sondern auch sehr aufschlussreich. Sie können Sie kostenlos bestellen (www.moduni.de)

Gibt es in Ihrem Bekanntenkreis eine/n Modellbauer/in? Arbeitet vielleicht der Vater oder die Mutter eines Klassenkameraden in diesem Beruf? Lassen Sie sich die Telefonnummer geben. Vielleicht können Sie ihn/sie einmal am Arbeitsplatz besuchen!

Stand: Oktober 2008