Maurer/in

Was macht ein/e Maurer/in?

Nach den Entwürfen und Plänen von Architekten und Architektinnen stellen Maurer/innen Wände aus unterschiedlichen Materialien her. Zunächst betonieren sie das Fundament, mauern Außen- und Innenwände bzw. montieren Wände aus Fertigteilen und setzen Decken sowie Dämm- und Isolierungsmaterialien ein. Teilweise verputzen sie die Wände auch. Daneben verlegen sie Estriche und Platten oder montieren Treppen. Bei Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten stellen sie Bauschäden und deren Ursachen fest und beheben diese. Darüber hinaus führen sie Abbrucharbeiten durch.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Maurers/in gehören:

  • Einrichtung von Baustellen Absperrungen etc.
  • Herstellen von Mauerwerk aus einzelnen Steinen
  • Herstellen von Stahlbetonbauwerken
  • Fundamente betonieren und Außen- und Innenwände mauern
  • Montage von Fertigteilen und Decken
  • Einbau von Dämm- und Isolierungsmaterialien
  • Verlegung von Estrich und Platten
  • Montage von Treppen
  • Durchführung von Abbrucharbeiten
  • Bedienung und Pflege der notwendigen Maschinen und Messgeräte

Wo arbeitet ein/e Maurer/in?

  • Betrieben für Hoch-, Tief- und Ausbau
  • Schornsteinbau
  • Straßenbau

Wie werde ich Maurer/in?

Maurer/in ist ein anerkannter, zulassungspflichtiger Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung und dem Handwerksbereich Bau (Hochbau, Ausbau, Tiefbau) zuzuordnen.

Die bundesweit geregelte Ausbildung erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, sie dauert 3 Jahre.

Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

Voraussetzung für die Ausbildung zum/r Maurer/in ist mindestens der qualifizierte Hauptschulabschluss. Diesen hatten im Jahr 2006 rund 61 Prozent der angehenden Maurer/innen, 15 Prozent hatten die mittlere Reife, 12 Prozent hatten ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert.

Selbständig machen können sich Maurer/innen nach erfolgreich abgelegter Meister/innenprüfung zum/r Maurer- und Betonbauermeister/in. Hierzu ist ein Eintrag in die Handwerksrolle notwendig, das Handwerk ist zulassungspflichtig.

Weitere Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen zum

  • Betriebsassistent/in im Handwerk
  • Werkpolier/in, geprüfte/r Polier/in - Hochbau
  • Technische/r Fachwirt/in

Was verdient ein/e Maurer/in?

  • Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf
  • Angestellt: tarifliche monatliche Bruttogrundvergütung 2.476 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Die Neubautätigkeit ist rückläufig, die gesamte Baubranche steckt seit Jahren in einer tiefen Krise
  • Die Zahl der Maurer hat sich seit 1999 halbiert, die Arbeitslosenzahlen liegen bei über 20 Prozent, nachdem sie zwischendurch mit 37 Prozent dramatische Höhen erreicht hatten
  • Aber: zuerst entlassen werden ungelernte Kräfte, bessere bis gute Chancen gibt es für Fachkräfte
  • Auch ein Einsatz auf dem Bau im Ausland bietet eine Alternative, hier werden Fachkräfte aus Deutschland gesucht
  • Der Trend: Solarputz - er hilft beim Energiesparen, denn mit dem 2008 eingeführten Energiepass wollen und müssen Hausbesitzer stärker auf ihre Energiebilanz schauen. Im Solarputz gibt es mikrofeine Keramik-Hohlkugeln, die im Sommer Hitze fernhalten und im Winter genau einen gegenteiligen Effekt erzielen - ein positiver Nebeneffekt: weniger Algen auf den Fassaden

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Gibt es in Ihrer Nähe Baustellen? Erkundigen Sie sich bei den ausführenden Firmen.

Arbeitet vielleicht der Vater oder die Mutter eines Klassenkameraden in diesem Beruf? Lassen Sie sich die Telefonnummer geben. Vielleicht können Sie diese/n Maurer/in einmal am Arbeitsplatz besuchen!

Stand: Oktober 2008