Kaufmann/-frau - Marketingkommunikation

Was macht ein/e Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation?

Kaufleute für Marketingkommunikation planen und entwickeln für Kunden und Unternehmen kommunikative Maßnahmen. Sie steuern und organisieren deren Umsetzung und kontrollieren die Herstellungsprozesse sowie das Budget.

Sie arbeiten besonders in den Bereichen der klassischen Werbung, im Direktmarketing, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Verkaufsförderung sowie im Bereich Event, Sponsoring und Multimedia.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Kaufmanns/-frau für Marketingkommunikation gehören:

  • Kundenberatung
  • Märkte beobachten und analysieren
  • Zielgruppen bestimmen
  • Kommunikationskonzepte für Kampagnen entwickeln
  • Präsentationen für Kampagnen und Kundengewinnung erstellen
  • Einzelmaßnahmen der Werbung realisieren wie Plakate, Prospekte etc.
  • Maßnahmen und Kampagnen überwachen und organisieren
  • Einsatz von Medien kontrollieren
  • Herstellungsprozesse überwachen und Qualitätssicherung
  • Kontrolle des Budgets

Wo arbeitet ein/e Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation?

  • Marketing- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen
  • Marketing- und Kommunikationsabteilung von Non-Profit-Organisationen
  • Werbeagenturen
  • PR-Agenturen und andere Beratungsfirmen

Wie werde ich Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation?

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Er ist keinem Berufsfeld zugeordnet und wird ohne Spezialisierungen in der Werbe- und Kommunikationsbranche sowie in Handel und Industrie ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, sie dauert 3 Jahre. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

Zugangsbeschränkungen gibt es nicht, die Ausbildungsbetriebe stellen aber überwiegend Bewerber mit mindestens mittlerem Bildungsabschluss ein. 75 Prozent der Ausbildungsanfänger hatten 2006 das Abitur, zwölf Prozent einen mittleren Bildungsabschluss, 2 Prozent den Hauptschulabschluss, eine Berufsfachschule hatten 9 Prozent absolviert. Wichtig sind gute Noten in Deutsch, Mathematik, Wirtschaft und Englisch bzw. weitere Fremdsprachen.

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es sehr viele, zum Beispiel zum/r Fachkaufmann/-frau - Marketing bzw. Werbung und Kommunikation, zum/r staatlich geprüften Betriebswirt/in - Marketingkommunikation oder Werbung.

Auch eine zweijährige Weiterbildung zum/r Marketingkommunikationswirt/in im berufsbegleitenden Abendstudium oder ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing sind möglich. Für das Studium an einer Hochschule müssen Bewerber ohne Abitur dieses meistens auf dem zweiten Bildungsweg nachholen.

Was verdient ein/e Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation?

  • Angestellt: monatliches tarifliches Bruttogrundgehalt 2.259 - 2.826 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Nach einem Tief 2006 boomt die Werbebranche wieder, 50 Prozent Zuwachs bei den Beschäftigtenzahlen in 2007/2008 - der Markt wird auch in Zukunft einem ständigen Auf und Ab folgen - mit der nächsten Krise werden wieder viele entlassen, deshalb ist trotz des aktuellen Booms Vorsicht geboten
  • In Agenturen herrscht eine hohe Fluktuation, beständiger (manchmal auch langweiliger) ist eine Anstellung in einem Handels- oder Industrieunternehmen
  • Der Markt entwickelt sich schnell - beliebt: reisefreudige Organisationstalente
  • Gute Aufstiegschancen gibt es in Werbeagenturen, in Handel und Industrie dauert es viel länger. Im Vorgängerberuf konnten talentierte Mitarbeiter zum/r Kontakter/in, Senior-Berater/in oder Teamleiter/in aufsteigen

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Alle Werbe- und Media-Agenturen bieten Praktika an. In der Regel dauern diese 3 bis 6 Monate und Praktikanten/innen helfen hier tüchtig mit. Vielleicht können Sie in den Ferien die Agentur schon bei einem Kurz-Praktikum kennen lernen. Fragen Sie nach, helfende Hände mit Sinn für das Zupacken werden in Agenturen immer gebraucht. Mit Schüler/innen hat man hier allerdings noch wenig Erfahrung. Stellen Sie ein Interesse für ein Langzeitpraktikum im Aussicht - das wirkt immer.

Das Schnupper-Praktikum ist allerdings immer unentgeltlich.

Stand: September 2008