Hotelkaufmann/-frau

Was macht ein/e Hotelkaufmann/-frau?

Hotelkaufleute koordinieren den reibungslosen Ablauf zwischen den verschiedenen Abteilungen eines Hotelbetriebs. Dazu gehören Übernachtungsbetrieb, Küche, Restaurant, Kongress- und Veranstaltungswesen, das Lager und die Verwaltung. In allen Bereichen kennen sie sich gleich gut aus und können bei Bedarf überall mitarbeiten. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt jedoch im kaufmännischen Bereich bei der Organisation des Hotelbetriebs - ein großer Teil ihrer Arbeit hat mit Zahlen zu tun.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Hotelkaufmanns/-frau gehören:

  • Daten für Kalkulation und Preisbildung ermitteln
  • Preislisten erstellen, Verhandlungen führen, Paketangebote zusammenstellen
  • Planung von Einkauf und Lagerhaltung sowie Inventur
  • Personalplanung organisieren und vorbereiten, Dienstpläne schreiben
  • Vorbereitung aller relevanten Daten zur Unterstützung der Geschäftsleitung
  • Buchhaltung und Rechnungswesen
  • Öffentlichkeitsarbeit: Werbematerial erstellen, repräsentieren auf Messen etc.
  • Einsatz im Bereich Küche, Restaurant, Empfang, Hauswesen bei Bedarf und als Teil der Ausbildung zum Kennenlernen aller Bereiche

Wo arbeitet ein/e Hotelkaufmann/-frau?

  • Hotels, Gasthöfe, Pensionen
  • Restaurants, Cafés, Kantinen, Restauration von Verbrauchermärkten
  • Privat- und Kurkliniken
  • Reisebüros
  • Bereich Werbung für Gastronomie-Konzepte

Wie werde ich Hotelkaufmann/-frau?

Hotelkaufmann/-frau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Er ist dem Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft, Schwerpunkt Gastgewerbe und Hauswirtschaft, zugeordnet und wird ohne Spezialisierungen in Hotels und Pensionen ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, sie dauert 3 Jahre.

Eine schulische Ausbildung wird ebenfalls angeboten.

Zugangsvoraussetzungen gibt es offiziell nicht, in der Praxis werden jedoch gerne Abiturienten eingestellt. Im Jahr 2006 verfügten 54 Prozent der Ausbildungsanfänger/innen über Hochschulreife, 25 Prozent über mittlere Reife und 5 Prozent besaßen den Hauptschulabschluss, 11 Prozent hatten eine Berufsfachschule besucht.

Vor Beginn der Ausbildung ist ein ärztliches Gesundheitszeugnis vorzulegen. Wichtige Schulfächer sind Deutsch, Wirtschaft, Mathematik und alle Fremdsprachen.

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum/r Hotelmeister/in und zum/r Fachwirt/in Gastgewerbe (IHK). Auch ein Studium an der Berufsakademie zum/r Betriebswirt/in - Hotelmanagement bzw. eine Weiterbildung zum/r staatlich geprüften Betriebswirt/in - Touristik/ Reiseverkehr sind möglich. Bewerber ohne Abitur müssen dieses dann oft auf dem zweiten Bildungsweg nachholen.

Was verdient ein/e Hotelkaufmann/-frau?

  • Angestellt: monatliches tarifliches Bruttogrundgehalt 1.771 - 1.947 €
  • Die Gehälter variieren je nach Bundesland, Aufgaben und Verantwortung, Betriebszugehörigkeit und Tarifgruppe
  • Zulagen für Schichtarbeit und Wochenend- sowie Feiertagsdienste

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Im Jahr 2007 lernten 107.041 Auszubildende einen der sechs Ausbildungsberufe im Gastronomie-Gewerbe, 1152 davon waren Hotelkaufleute, Tendenz sinkend (minus 5,7 Prozent)
  • Im Hotel- und Gaststättengewerbe herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit
  • Noch gibt es in bestimmten Regionen Bedarf, weil immer mehr Hotels entstehen - zu Ungunsten strukturschwacher Regionen
  • Wachstumsmärkte sind die Bereiche "Wellness- und Health-Care-Urlaub" und "Erlebnis-Hotel": Themenwelten von der Almhütte bis zum Märchenschloss
  • Flexibilität, besonders räumlich und zeitlich, Sprachkenntnisse und Auslandserfahrung sind im Hotelgewerbe wichtig

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Suchen Sie sich in den nächsten Ferien oder für die Wochenenden einen Job in einem Restaurant oder einer Gaststätte, ideal in einem Hotel. Hier merken Sie schnell, wie sehr Sie für einen Dienstleistungsberuf geschaffen sind.

Beobachten Sie bei der nächsten Ferienreise oder einem Hotelaufenthalt genau das Personal, seine Aufgaben und den Service, den es bietet.

Weitere Informationen gibt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA unter www.dehoga-bundesverband.de Die Broschüre "Ausbildung und Karrierechancen in Hotellerie und Gastronomie" können Sie online ansehen oder ausdrucken.

Stand: September 2008