Gestalter/in für visuelles Marketing

Was macht ein/e Gestalter/in für visuelles Marketing?

Gestalter/innen für visuelles Marketing gestalten Erlebnisräume und Veranstaltungen oder planen Verkaufsaktionen, sie dekorieren Schaufenster und Geschäfte. Ziel ist es, das Interesse potenzieller Kunden zu wecken. Ihre Arbeitsbereiche umfassen Verkaufsförderung durch Präsentation von Waren, Produkten und Dienstleistungen sowie die Bereiche Werbung, Events, Öffentlichkeitsarbeit und Promotion. Sie nutzen aktuelle Trends und beziehen die Unternehmensphilosophie (Corporate Identity) ihrer Auftraggeber mit ein, indem sie zum Beispiel entsprechende Farben, Materialien oder Schriften einsetzen.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Gestalters/in für visuelles Marketing gehören:

  • Gestaltungskonzepte zur Dekoration erarbeiten
  • Dekorieren von Räumen und Flächen mit dem Ziel der Verkaufsförderung
  • Licht, Form, Farben und andere Gestaltungselemente effektvoll einsetzen
  • Grafik-, Layout- und Bildbearbeitungsprogramme nutzen
  • Werkstoffe und Präsentationsmittel organisieren durch Kaufen oder Ausleihen
  • Herstellen von Präsentationsmitteln in der Werkstatt
  • Ökonomische und ökologische Aspekte mit einbeziehen
  • Kostenkalkulation
  • Erfolgskontrollen und Statistiken führen
  • Besuch von Messen und Veranstaltungen zur Ermittlung aktueller Trends

Wo arbeitet ein/e Gestalter/in für visuelles Marketing?

  • Einzelhandelsgeschäfte aller Branchen
  • Kaufhäuser, Möbelhäuser, Modegeschäfte
  • Ausstellungs-, Messe-, und Kongresszentren
  • Werbeagenturen, Event-Agenturen, PR-Agenturen

Wie werde ich Gestalter/in für visuelles Marketing?

Gestalter/in für visuelles Marketing ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Er ist keinem Berufsfeld zugeordnet und wird ohne Spezialisierung in Handel und Industrie ausgebildet. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, sie erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Ausbildung und Beruf wurden im Jahr 2004 grundlegend modernisiert, sie sind aus dem Vorgängerberuf Schauwerbegestalter/in hervorgegangen.

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen zum/r Fachwirt/in - Visual Merchandising, oder Betriebswirt/in (Fachschule) - Marketingkommunikation bzw. zum/r Grafikdesigner/in oder Requisiteur/in.

Auch ein Studium ist möglich, zum Beispiel Visuelle Kommunikation, Produktdesign, Mediendesign oder Innenarchitektur. Bewerber/innen ohne Abitur müssen dieses dann meistens auf dem zweiten Bildungsweg nachholen.

Festgelegte Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht. Die Betriebe stellen aber überwiegend Bewerber/innen mit Abitur ein. 2006 begannen 40 Prozent eine Ausbildung mit Hochschulreife, 31 Prozent mit einem mittleren Bildungsabschluss, 8 Prozent mit dem Hauptschulabschluss.

Was verdient ein/e Gestalter/in für visuelles Marketing?

  • Angestellt: monatliche tarifliche Bruttogrundvergütung 1.769 -2.246 €
  • Die Tarife sind unterschiedlich und von Bundesland und Branche abhängig

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Arbeitslosenzahlen gehen wieder zurück, die Stellenanzahl hat aber deutlich abgenommen in den letzten 5 Jahren, die Quote bleibt insgesamt hoch
  • Die meisten der Beschäftigten sind zwischen 35 und 50 Jahren, ca. 23 Prozent aller Angestellten sind älter als 50 Jahre
  • Aspekte von Verkaufspsychologie und Wahrnehmungs- und Verhaltenspsychologie fließen immer mehr in das Berufsfeld mit ein
  • Die "Generation Silver" bestimmt die Trends: Ältere Menschen werden für den Einzelhandel immer wichtiger - dementsprechend erfolgt die Ladeneinrichtung

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Beobachten Sie die Schaufensterdekorationen und Warenpräsentation in Kaufhäusern oder Möbelhäusern. Hier werden zum Teil ganze Erlebniswelten vorgestellt.

Suchen Sie sich einen Praktikumplatz in der Dekorationsabteilung eines Kaufhauses. Auch vor Messen, Events und Sportereignissen werden manchmal Jobs im Bereich Dekoration angeboten (Luftballons, Girlanden, Fähnchen aufhängen etc.).

Beobachten Sie die Dekoration auf Messen oder Veranstaltungen wie zum Beispiel die Eröffnung eines Geschäfts, Jubiläum eines Hotels, Produktneupräsentation in einem Autohaus etc. Diese ist oft nur für ein paar Stunden gemacht. Sie muss gut aussehen, landet aber danach meistens im Müll bzw. in der Müllverwertung.

Stand: September 2008