Fremdsprachenkorrespondent/in

Was macht ein/e Fremdsprachenkorrespondent/in?

Fremdsprachenkorrespondenten/innen bearbeiten in export- und importorientierten Handels- und Produktionsunternehmen kaufmännische Vorgänge, die sich aus den Auslandskontakten einer Firma ergeben. Meistens beherrschen sie dabei mindestens zwei Fremdsprachen. Die Korrespondenz erfolgt oft nach vorgegebenen Stichwörtern und feste Entwürfen, zum Beispiel mit einer Rechnungsmaske und Formularen für Zollabfertigung etc.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Fremdsprachenkorrespondenten/in gehören:

  • Fremdsprachige Handelskorrespondenz nach vorgegebenen Stichworten und Entwürfen erledigen
  • Kleinere Übersetzungs- und Dolmetscheraufgaben übernehmen
  • Sachbearbeitung übernehmen und kaufmännische Kenntnisse einsetzen
  • Anfragen beantworten, Aufträge bestätigen
  • Zahlungsvorgänge bearbeiten

Wo arbeitet ein/e Fremdsprachenkorrespondent/in?

  • Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche
  • Handelshäuser
  • Unternehmen für Import/Export
  • Produktions- und Dienstleistungsunternehmen
  • International ausgerichtete Interessenvertretungen
  • Internationale Organisationen

Wie werde ich Fremdsprachenkorrespondent/in?

Der Beruf des/r Fremdsprachenkorrespondenten/in gehört zur Gruppe der kaufmännischen Berufe.

Beim Ausbildungsgang Fremdsprachenkorrespondent/in handelt es sich um eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Die Prüfung ist durch interne Vorschriften der Lehrgangträger geregelt.

Daneben gibt es die Möglichkeit, den Abschluss als Zusatzqualifikation zu erwerben, indem man die entsprechende Fortbildungsprüfung vor einer Industrie- und Handelskammer ablegt. Die Fortbildungsprüfung ist bundesweit einheitlich geregelt. Die schulische Erstausbildung an Berufsfachschulen dauert in der Regel 2 Jahre, weil während der Ausbildung mehrere Praktika vorgesehen sind. Ausbildungsgänge mit 3 Fremdsprachen können auch 3 Jahre dauern.

Was verdient ein/e Fremdsprachenkorrespondent/in?

  • Angestellt: tarifliche monatliche Bruttogrundvergütung 2.351 - 3.121 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Gute Aussichten

  • Bürofachkräfte werden gebraucht, gerade im Zuge der Globalisierung wird die Geschäftswelt immer internationaler
  • Allerdings gibt es davon auch reichlich Bewerber/innen am Markt, deshalb ist die Auswahl der richtigen Sprachen auch wirklich wichtig
  • Trendsprachen sind Spanisch, aber auch Chinesisch und Arabisch - und ohne Englisch kommt heute niemand mehr aus
  • Die Arbeitslosenquote ist bei den Bürokräften im Jahr 2008 rasant gesunken, sie sind so gefragt wie schon lange nicht mehr

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Haben Sie in der Schule Spaß an Fremdsprachen? Haben Sie sich schon einmal im Urlaub oder im Rahmen des Schüleraustausches mit Jugendlichen aus anderen Ländern in einer Fremdsprache unterhalten?

Viele Firmen mit Auslandskontakten suchen Schüler/innen als Aushilfskräfte, die einige Stunden die Woche im Büro leichte Arbeiten verrichten. Gehen Sie die Inserate Ihrer Tageszeitung durch und bewerben Sie sich um einen Minijob in einem internationalen Unternehmen. So bessern Sie nicht nur Ihr Taschengeld auf, sondern erhalten einen Einblick in die Tätigkeiten eines internationalen Betriebes, wo Fremd-sprachen mit Sicherheit eine Rolle spielen.

Stand: Oktober 2008