Fotomedienlaborant/in

Was macht ein/e Fotomedienlaborant/in?

Fotomedienlaboranten/innen entwickeln Filme. Außerdem bearbeiten sie digitale Aufnahmen oder Bilddaten am Bildschirm, bereiten sie auf und stellen Bilder her.

Hauptsächlich arbeiten Fotomedienlaboranten und -laborantinnen in Fotolabors, Druckereien, die Bilder für Zeitschriften oder Plakate aufbereiten, und Rundfunk- und Fernsehanstalten, z.B. in Fotoredaktionen. Darüber hinaus sind sie in Verlagen beschäftigt, die Bilder selbst bearbeiten bzw. Ansichtskarten, Plakate oder Kunstreproduktionen publizieren.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Fotomedienlaboranten/in gehören:

  • Anlagen der Großlabortechnik bedienen
  • Minilabgeräte (analog oder digital) handhaben
  • Vom Kunden gelieferte Datenträger einlesen und bearbeiten
  • Analoge und digitale Bilder, Reproduktionen und Ausschnittvergrößerungen anfertigen
  • Dias in Originalgröße, Großdias und Folien herstellen
  • Bildbearbeitungsprogramme einsetzen
  • Digitale Bilddateien auf Fotopapier ausdrucken
  • Drucker vom Terminal aus bedienen
  • Chemische Bäder ansetzen und lichtempfindliche Materialien entwickeln
  • Labortechnische Prozesse überwachen, steuern, korrigieren, dokumentieren
  • Chemikalien nachfüllen
  • Fotopapier nachlegen
  • Daten für die Verwendung in unterschiedlichen Medien zusammenstellen und mittels Ausgabegeräten ausgeben
  • Bilder auf verschiedene Bildträger drucken, z.B. Taschen, T-Shirts, Tassen, Buchcover
  • Filme und Bilder kaschieren oder veredeln, z.B. durch Aufbringen von Deckschichten oder Folien (Laminieren), sowie Bilder regenerieren
  • Arbeitsergebnisse prüfen und dokumentieren, damit die Qualitätsnormen eingehalten werden können
  • Arbeiten nach Kundenwunsch ausführen, dabei die gestalterischen Anforderungen und Bedingungen der unterschiedlichen Medien berücksichtigen

Wo arbeitet ein/e Fotomedienlaborant/in?

  • Fotolabors
  • Druckereien
  • Rundfunk- und Fernsehanstalten, zum Beispiel inFotoredaktionen
  • Verlage

Wie werde ich Fotomedienlaborant/in?

Der Beruf des/der Fotomedienlaboranten/in ist keinem speziellen Berufsfeld zugeordnet. Fotomedienlaborant/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.

Diese bundesweit geregelte Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten. Sie erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule und dauert 3 Jahre.

Die meisten Betriebe stellen angehende Fotomedienlaboranten/innen mit mittlerer Reife ein, das waren im Jahr 2006 rund 43 Prozent, 13 Prozent hatten einen Hauptschulabschluss, und 12 Prozent eine Berufsfachschule absolviert.

Wichtige Schulfächer sind Chemie, Mathematik und Physik.

Als Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen für Fotomedienlaboranten/innen z. B. die zum/r staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Foto- und Medientechnik, zum/r geprüften Medienfachwirt/in - Medien oder zum/r Gestalter/in - Design und visuelle Kommunikation. Diese Angebote stehen allen Fotomedienlaboranten/innen offen.

Was verdient ein/e Fotomedienlaborant/in?

  • Angestellt: tarifliche monatliche Bruttogrundvergütung 1.997 - 2.308 €

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Mittelmäßige Aussichten

  • Die Labore sind durch die Digitalfotographie von den heimischen Tintenstrahldruckern und Automaten verdrängt worden
  • Die Bildbearbeitung wird im Bereich der Agenturen von Kommunikationsdesignern vorgenommen
  • Die Zahl der Fotomedienlaboranten/innen geht sehr stark zurück, die Arbeitslosigkeit liegt deutlich über dem Durchschnitt

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Wo lassen Sie Ihre Fotos entwickeln? Schauen Sie ins Branchenverzeichnis oder erkundigen Sie sich bei einem Fotographen nach seinem Labor.

Stand: Oktober 2008