Berufshubschrauberführer/in (CPL [H])

Was macht ein/e BerufsBerufshubschrauberführer/in (CPL (H))?

Berufshubschrauberführer/innen steuern Hubschrauber im kommerziellen Luftverkehr, in der Landwirtschaft und bei der Polizei. Die Abkürzung CPL (H) steht für Commercial Pilot Licence - Helicopter, sie ist international gültig.

Sie arbeiten bei Flugunternehmen mit regelmäßigem Hubschrauberflugbetrieb oder bei Spezialtransportunternehmen. Auch bei der Polizei können sie im Rahmen der Luftüberwachung oder bei der Bundeswehr im Transportwesen beschäftigt sein. Ferner bieten Krankentransport- und Rettungsdienste mögliche Arbeitsbereiche. Darüber hinaus sind sie bei der aus der Luft durchgeführten Schädlingsbekämpfung und Düngung tätig.

Zu den Hauptaufgaben eines/r Berufshubschrauberführer/in (CPL (H)) gehören:

  • Personenbeförderung
  • Rettungs-, Beobachtungs-, Kontroll- oder Transportflüge
  • Verkehrsüberwachung, z.B. Stauvorhersage
  • Frachttransport, zum Bsp. Bohrinselversorgung, Außenlastentransport
  • Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln

Um einen Hubschrauber sicher führen zu können, brauchen Berufshubschrauberführer/innen nicht nur fliegerisches Können und technisches Wissen. Zum Fliegen gehören neben umfangreichen rechtlichen, navigationstechnischen und meteorologischen Kenntnissen auch Belastbarkeit in Stresssituationen und körperliche Fitness. Ein fliegerärztliches Gesundheitszeugnis ist Grundvoraussetzung.

Wo arbeitet ein/e Berufshubschrauberführer/in (CPL (H))?

  • Private Transportdienstleister
  • Rettungsdienst
  • Polizei, Bundesgrenzschutz und Bundeswehr
  • Rundfunkgesellschaften
  • Off-Shore Unternehmen

Wie werde ich Berufshubschrauberführer/in (CPL (H))?

Berufshubschrauberführer/in (CPL (H)) ist ein Luftverkehrsberuf mit einer bundesweit einheitlich geregelten Ausbildung an Flug- oder Fliegerschulen der Luftfahrtgesellschaften und -verbände.

Die Ausbildung dauert in der Regel 1 Jahr.

Das Mindestalter bei Beginn der Ausbildung ist 17, die Prüfung kann nach vollendetem 18. Lebensjahr abgelegt werden. Flugmedizinische Tauglichkeit ist ebenso Voraussetzung wie ein einwandfreies Behördenführungszeugnis, keine Eintragungen im Verkehrs- und Strafregister, Nachweis der Sprechfunkberechtigung in englischer Sprache, erfolgreiche Teilnahme an einem Kurs für erste Hilfe und ausreichende Kenntnisse in Mathematik und Physik.

Die durchgehende Ausbildung dauert je nach Vorkenntnissen zwischen 9 und 24 Monaten.

Die Ausbildungsdauer der modularen Ausbildung darf höchstens 24 Monate betragen. Davon ist die theoretische Ausbildung innerhalb von maximal 18 Monaten zu absolvieren. Die Flugausbildung und die praktische Prüfung sind innerhalb der Gültigkeitsdauer der bestandenen theoretischen Prüfung abzuschließen, d.h. innerhalb von 36 Monaten.

Die Ausbildung (Kosten zwischen 20.000.- und 70.000.- €, je nach Vorbildung und vorhandenen Flugscheinen) muss selbst finanziert werden, es sei denn, ein Ausbildungsbetrieb wie z.B. Bundeswehr oder die Polizei übernimmt die Kosten.

Manche Banken und Kreditunternehmen finanzieren die Pilotenausbildung auch vor, denn so lange keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen, wird das Darlehen rasch abbezahlt.

Was verdient ein/e Berufshubschrauberführer/in (CPL (H))?

  • Es gibt keinen Tarifvertrag, daher kann das Monatsgehalt stark differieren. Bei einem Rettungsflieger kann es zwischen 4.400 - 5.800 € betragen

Trends und voraussichtliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt:

Gute Aussichten

  • Arbeitslosigkeit ist in dieser Branche so gut wie nicht vorhanden.
  • Die Ausweitung von Ölbohrungen liefert Berufsperspektiven im Ausland
  • So lange es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt, hat man immer eine Jobgarantie

Wie kann ich schon jetzt einen Einblick in diesen Beruf erhalten?

Besuchen Sie Flugshows und sprechen Sie die Piloten an. In größeren Städten gibt es Hubschrauberrundflüge, sprechen Sie die Unternehmen an.

Der örtliche Segelflugverein kann einem die Fliegerei nahe bringen. Probeflüge sind immer möglich und nicht all zu teuer.

Auf Flugschauen kann man verschiedene Flugzeugtypen kennen lernen und auch mal in einem Hubschrauber mitfliegen.

Bei den großen Airlines gibt es Informationsveranstaltungen für Interessenten und Besucherführungen über das Gelände. Lufthansa-Technik hat in Hamburg ein eigenes Besucherzentrum und fährt Besucher mit dem Bus über das Gelände bzw. geht es zu Fuß durch die Hallen.

Flughäfen veranstalten sogenannte Airport-Days, dann sind auch sonst verschlossene Hallen geöffnet, Flugzeuge können hautnah besichtigt werden.

Stand: Oktober 2008